Kappendecke mit Kalkputz verputzen

Kappendecke mit Kalkputz verputzen

Lesedauer 2 MinutenLetztes Update: 27.01.2021

Um die Heizungs- und Sanitärinstallation in Angriff nehmen zu können, begannen wir im März 2011 die zuvor sanierte Kappendecke mit Kalkputz zu verputzen. Bilder zur Sanierung der Kappendecke kannst du > hier sehen. Die Decke war in der Vergangenheit immer abghängt und mit Rigips verkleidet gewesen. Folglich spielte es keine große Rolle, wie die T-Träger ausgesehen haben. Bei uns sollten die aber sichtbar sein. Daher wurden die T-Träger im Vorfeld sandgestrahlt, um den Rost zu entfernen. Dabei galt es besonders darauf zu achten, dass die doch relativ weichen Backsteine direkt neben den Trägern nicht komplett mit weggestrahlt wurden. Jeglicher Rost konnte so mühelos entfernt werden. Im Haus war zwar eine Riesensauerei durch das Strahlgut und den entfernten Dreck, das Ergebnis jedoch konnte sich sehen lassen. Jungfäulich aussehende Stahlträger.

Auf die Träger brachten wir Rostschutzfarbe (Schuppenpanzerfarbe) von Kreidezeit* auf, die nicht nur einen schönen anthrazitfarbenen Ton aufweist, sondern die Träger durch die enthaltenen Eisenpartikel wirklich schön im Licht schimmern lässt. Eine qualitativ sehr hochwertige Farbe, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen waren, standen die Putzarbeiten auf dem Programm. Decke verputzen, über Kopf …. bedeutet: Sauerei :). Egal, da mussten wir nun durch.

Der Putzmeister und jede Menge Hessler HP9 Naturkalk Grundputz* stand bereit. Es konnte losgehen. Nachdem die Konsistenz des Materials eingestellt war, wurde der Putz an die Decke gespritzt. Der Putz konnte ein wenig anziehen, bevor dieser mit der Traufel grob glatt gezogen wurde. Mit Hilfe einens Schwammes wurde dann die Wischstruktur in den noch nassen, aber bereits angezogenen Kalkputz eingearbeitet. Wenn man bedenkt, wie die Decke zuvor ausgesehen hatte, ist das jetzt schon ein sehr gutes Ergebnis, wie wir finden.

Die Decke war fertig, jetzt musste noch die Wand vorbereitet werden, an der die ganze Heizungs- und Sanitärintallation montiert werden soll. Auch hier verwendeten wir den HP90 von Hessler. Drei weitere kleine Backsteinwände im Hauswirtschaftsraum mussten verputzt werden, diesmal aber mit Lehm. Als zu guter Letzt die Schutzklebebänder von den Stahlträgern abgezogen wurden, sah die Decke wirklich klasse aus.

Für die Warmwasser-Wärmepumpe sollte noch ein kleines Podest betoniert werden. Die Kork-Fussbodendämmung im ehemaligen Scheunenanbau (früher Kuhstall), war noch nicht eingebracht. Am Platz des Podestes war die schnell platziert. Dann die Schalung, ein paar Eimer Beton rein, fertig war das Podest. Die Kappendecke mit Kalkputz zu verputzen war der letzte Schritt vor der Heizung- und Sanitärmontage. Die Heizung konnte kommen :).

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Matthias

Hallo,
ich bin vor Kurzem auf eure wundervolles Bautagebuch gestoßen. Man kann sagen, dass ich euren jahrelangen Bau- und Wirkungsprozess innerhalb eines Abends verschlungen habe und musste erstmal alles sacken lassen…
Aber eines kann ich sagen: Bravo!!!
Ich habe selbst vor einem halben Jahr ein 200 Jahre altes Fachwerkhaus mit Scheune gekauft und muss erstmal alles entrümpeln und kernsanieren. Wie bei euch, so habe ich mit jedem Tag die ökologischen Baustoffe mehr und mehr lieben gelernt. Ich bin überzeugt, dass es nicht viele wie Ihr schafft, sich gegen Kommentar aus Freundes- und Familienkreis zu wehren , die da sagen: Reißt doch einfach ab und lasst das andere bauen oder nimm doch einfach die Rigipsplatte und Steinwolle.
Ihr könnt sehr stolz auf euren Prozess sein und viel mehr noch auf das tolle Ergebnis. Und ich bin sehr froh, dass ich mir einige Tricks bei euch abgucken darf und diese auch noch mit fachkompetenten Begriffen und Fotos untermauert sind.
Macht weiter so, dann kann euch alles Gelingen!
Schöne Grüße aus Erfurt
Matze

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