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Feb

Schwelle Straße untermauern

2009 um 21:21 Uhr Icon Feather von Darien Pfirrmann

Die in diesem Artikel beschriebenen Arbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von zwei Wochen im November 2008. Die Tage wurden jetzt kühl und wir mussten uns vor diesem Hintergrund etwas sputen, die Schwelle zur Straßenseite hin noch untermauern zu können. Die “Trockenlegung” des Fundamentes ging unter der Woche von statten. Die betonierte Platte direkt vorm Haus wurde entfernt. Direkt im Anschluß wurde die Erde am Sandsteinfundament entlang bis zur untersten Lage (ca. 60cm unter der Erde) ausgehoben. Wie an der Mauer im Hof haben wir auch hier eine Noppenbahn eingestellt, um zu verhindern, dass das die Sandsteine des Fundamentes nicht direkt mit der Erde in Kontakt kommen und so keine (oder zumindest viel weniger) Erdfeuchte mehr aufnehmen können. Nachdem das erledigt war, wurde die Grube wieder mit Erde geschlossen, während Schicht für Schicht verdichtet wurde.

Dann ging es an die Arbeit am Sandsteinsockel selbst. Zunächst begannen wir mit dem Abtragen der alten Steine. Die unteren Lagen wollten wir nach Möglichkeit belassen und nur die ganz porösen und brüchigen Steine entfernen und ersetzen. Das Fundament wurde einigermaßen von Lehm und Schmutz befreit. Wir entschlossen uns dazu, zwei horizontale Feuchtigkeitssperren in Form von besandeter Dachpappe einzubauen. Eine ganz unten, ein paar Zentimenter über dem Erdniveau und die andere wie gehabt eine Lage unterhalb der Schwelle. Erstere wäre nicht unbedingt von Nöten gewesen. Vor dem Hintergrund, dass im Hausinneren das Erdreich komplett ausgehoben und anschließend mit Schaumglasschotter verfüllt werden soll, sollte es sicherlich nicht von Nachteil sein, wenn die unteren Mauerwerksschichten, die mit dem Schotter in Berührung kommen, auch einigermaßen trocken sind. Darüber hinaus war es ein nur sehr geringfügig höherer Aufwand, die Schicht einzuziehen.

Viele Steine, wie schon zuvor erwähnt, erhielten wir aus der Renovierung eines der ältesten Häuser in Bornheim, einem Nachbarort. Zumeist sehr schöner und harter gelber Sandstein. Aber auch Steine aus dem von uns ausgegrabenen Fundament unserer ehemaligen Scheune im Garten erwiesen sich nach der Reinigung mit dem Hockdruckreiniger als wahre Schatzstücke. Die Bandscheiben wurden trotz Sackkarren während diesen beiden Wochen einmal mehr merklich beansprucht.

Stein für Stein wurde mit Schariereisen und kleinem Abbruchhammer mit Spitzeisen in Form gebracht und dann mit Trasskalkmörtel vermauert. Das Aussuchen und die Bearbeitung der Steine nahm die meiste Zeit in Anspruch. Ziel war es, die Steine im Lot zu vermauern und dennoch eine möglichst urwüchsige und nicht sterile Anmutung des Sockels zu erreichen. Der alte Sockel hatte das Gefälle der Straße und wurde nach oben hin irgendwie unter die lotrechte Schwelle hochgemauert.

Ende November war es leider viel zu kalt, so dass die Fertigstellung des Sockels im Jahr 2008 nicht mehr möglich war. Lesen Sie im nächsten Artikel über die Arbeiten an der Balkendecke über dem Keller und die Sanierung des dortigen Fundamentes.

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