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Feb

Sanierung Küchendecke

2009 um 00:31 Uhr Icon Feather von Darien Pfirrmann

Der Winter schlich sich am Nikolaustag 2008 langsam ein. Im Außenbereich war kein mauern mehr möglich, weshalb wir uns an die Sanierung der Feuchteschäden an den Deckenbalken über dem Keller machten. Ein anderer Teil der Kellerdecke (über dem Heizraum) wurde vom Vorvorbesitzer mit Stahlträgern und Beton gestaltet. Vom Keller aus gesehen befindet sich hinter der Sandsteinwand nur aufgefüllte Erde, die bis wenige Zentimeter an die Balkenköpfe heranreichte. Feuchteschutz war damals unbekannt. Auf drei hervorstehende Sandsteinblöcke wurde zu den Deckenbalken ein Querbalken eingezogen, der diese stützte. Von vorne sah der noch einigermaßen gut aus, dennoch konnte man an einem Deckenbalken sehen, dass dieser (da selbst schon sehr mitgenommen) nur noch ca. 1cm Auflagefläche aufwies. Es wäre also nur eine Frage der Zeit, bis er eben keine Auflage mehr hätte und somit herabstürzen könnte.

Also fingen wir die Decke mit Spriesen und provisorischem Querbalken ab und entnahmen den alten originalen Querbalken. Der Anblick war ernüchternd. An vielen Stellen war dieser nur noch ca. 1cm dick, extrem vermulmt und bröselte zusehends zwischen den Fingern hindurch. An dessen Rückseite lag beinahe 200 Jahre lang feuchte Erde an, was den Zersetzungsvorgang an den Balkenköpfen und dem Querbalken stark vorantrieb.

Anschließend trugen wir die ersten Lagen Sandsteine der Mauer ab, um sie gründlich neu hochzuziehen. Die Steine waren damals nur übereinander gesetzt und mit ein paar Kellen Kalkmörtel vermauert worden. Oft war auch einfach nur Erde zwischen den Steinen. Die Grube des Kellers wurde beim Bau des Hauses wahrscheinlich ca. 2m tief senkrecht mit dem Spaten abgestochen. Davor wurden dann die Sandsteine aufeinandergesetzt und der etwaige Hohlraum zwischen Erde und Mauer mit kleinen Sandsteinstücken lose aufgefüllt. Hunderte dieser Stücke holten wir entlang den 5 Metern Mauerwerk heraus.

Nachdem die Mauer ausreichend zurückgebaut war, begannen wir, die Steine in Trasskalkmörtel neu zu vermauern um ein ebenes Fundament für eine Holzschwelle zu schaffen. Da zwei Niveaus vorhanden sind (Küche zu Wohnraum aufgrund der Balkendecke), fungiert diese Schwelle als kleine Stufe vom Küchenbereich in den Wohnbereich.

Nach der Arbeit wurde die Mauer vor der direkten Kälteeinwirkung durch Pappkartons und Folien geschützt. Leider war es in den Folgewochen viel zu kalt, so dass Arbeiten dieser Art nun vor dem Frühjahr wohl nicht mehr möglich sein werden.

Lesen Sie im nächsten Bericht über den Einbau eines neuen Unterzuges im Wohnzimmer/Esszimmer.

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