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Feb

Abbrucharbeiten EG Scheune

2010 um 21:54 Uhr Icon Feather von Schlagwörter: , , , Darien Pfirrmann

Rien ne va plus – nichts geht mehr. Der lange und relativ kalte Winter forderte seinen Tribut. Im Januar und Februar war aufgrund der kalten Temperaturen kaum an ein konsequentes Abeiten auf der Baustelle zu denken. Aus diesem Grund ist der letzte Eintrag in diesem Blog auch schon ein Weilchen her. Dennoch waren wir nicht ganz untätig in dieser Zeit.

Leider wurde es im letzten Jahr nicht mehr geschafft, die Korkleichtlehm-Innenschale zu erstellen. Im Fachwerkhaus selbst konnte also nicht weitergearbeitet werden, da alle Arbeiten, die jetzt noch anstehen mildere Temperaturen erfordern. Also beschlossen wir, mit den Umbauarbeiten in der Scheune, welche bereits vor 15 Jahren zu Wohnraum umfunktioniert wurde, zu beginnen. Die einzige Arbeit, die bei dieser Witterung möglich war.

Wie schon im Fachwerkhaus waren auch in der Scheune sämtliche Wände mit zentimeterdickem Styropordämmputz versehen. Der sollte runter und zugunsten einer besseren Wärmedämmung durch Holzweichfaserplatten ersetzt werden. Des weiteren sollte ein neuer Durchbruch als Zugang zu den Räumen in der Scheune geschaffen werden. Leichtbauzwischenwände mussten weichen, da eine komplett andere Raumeinteilung und Nutzung unsererseits geplant ist.

Erneut schnappte während der Arbeit des Abreißens die überwunden geglaubte Falle der psychologischen Achterbahn wieder zu :-D. Da hatte man die Arbeiten am Fachwerkhaus gerade soweit voran getrieben, dass so langsam wieder ein Haus draus wurde und schon beginnt man unversehends wieder damit, alles, weniger in Asche, aber um so mehr in Schutt zu legen. Das trägt einfach nicht zur Stimmungserhellung bei :-D.

Dennoch haben wir das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verloren und freuen uns auch darauf, die Räume nach unserem eigenen Geschmack zu sanieren. So waren die Decken im EG beispielsweise komplett mit Rigips abgehängt. Wir wussten von alten Fotos, dass sich über dem Rigips eine Kappendecke befindet. Die wollten wir unbedingt wieder freilegen und sanieren.

Aber wie sah die aus? Warum wurde sie abgehängt? Wahrscheinlich weil sie in einem erbärmliche Zustand gewesen ist? Es nutze nichts. Um diese Fragen zu beantworten, musste der Rigips weg. Und tatsächlich erschien eine wunderbare Kappendecke aus der vorletzten Jahrhundertwende, die nur an zwei Stellen unterschiedlich stark beschädigt war. Nichts, was wir nicht reparieren konnten. Vor 15 Jahren wurde auf die Kappendecke eine ca. 4-5 Zentimeter starke Betonschicht aufgegossen. Aus diesem Grunde konnte die Decke nur von unten repariert werden. An einer Stelle war die Decke stark beschädigt. Die Backsteine fielen fast herunter. Mit ein wenig Geschick bekamen wir die Sache aber ganz gut in den Griff. Die Stahlträger werden bei besserem Wetter sandgstrahlt und danach sofort gestrichen, um eine erneute Rostbildung weitestgehend zu verhindern. Die Backsteingewölbe sollen anschließend mit Kalkputz versehen werden.

Der Putz an den Wänden war ebenfalls binnen zwei Tagen entfernt. Jetzt gilt es nur noch auf milderes Wetter zu warten.

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